Urban Graz West - Raum für Zukunft
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Europäische Union - Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
 
 

Projektübersicht
1. Potenziale der Informationsgesellschaft
1.1 Verbesserung der strukturellen Rahmenbedingungen
1.1.1 Fachhochschul-Campus
1.1.2 Wissensstadt
1.1.3 GründerInnen- und Unternehmenszentrum
1.1.4 Öffentliche Bibliothek Eggenberger-Allee
1.2 Entwicklung und Stärkung der Humanressourcen
1.2.1 URBAN Bildungspass
1.2.2 FAMILIEN LERNEN im Grazer Westen - FLIeG
1.2.3 Betriebliche Qualifizierungsoffensive
1.2.4 Kindergarten Schererstraße
1.2.5 Kinderkrippe Reininghaus
1.3 Innovationsorientierte Wirtschaftsentwicklung
1.3.1 Gründungspaket Graz-West
1.3.2 Eco&Co
1.3.3 Ansiedelung ECO WORLD STYRIA
2. Zukunftsfähige Stadtteilentwicklung
3. Prozessbegleitende Kommunikation
Querschnittsthemen
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FAMILIEN LERNEN im Grazer Westen - FLIeG

NEUES Info-Material: Folder und Plakat
(siehe rechts)

Eröffnung der FLIeG-Räumlichkeiten am 1. April 2004.
Die Beratungs- und Schulungseinheiten laufen seit Jänner 2004.

Im Rahmen von FLIeG erhalten Frauen kostenlos die Möglichkeit, ihre Grundbildung in den Bereichen Lesen, Schreiben, Rechnen und PC zu erweitern: Bei der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten am 1. April 2004 in der Eggenberger Allee 12, die künftig für das Projekt „FLIeG“ zur Verfügung stehen, haben Landesrat Dr. Kurt Flecker, Stadträtin Tatjana Kaltenbeck-Michl, der Landesgeschäftsführer des AMS Steiermark, Mag. Karl-Heinz Snobe, und URBAN II-Programmleiter Arch. DI Hansjörg Luser ihre „Taufwünsche“ für das neue Projekt ausgesprochen.

Die Eröffnung wurde unter das Motto „Projekttaufe“ gestellt. Die geladenen „TaufpatInnen“ bzw. RednerInnen haben dem Pilotprojekt Taufsprüche bzw. Statements zum Thema „Grundbildung“ mitgebracht. Mit Luftballonsträußen wurden die Taufsprüche und die Information über das Angebot von „FLIeG“ im Rahmen des symbolischen Taufaktes in die Stadt hinausgetragen:

  • "In einer sozialstaatlichen Gesellschaft wird dafür gesorgt, dass alle Menschen ungeachtet ihrer finanziellen und sozialen Herkunft die gleichen Chancen erhalten. Diese Gerechtigkeit endet nicht nach der Pflichtschule. Sie gilt für das ganze Leben. „FAMILIEN LERNEN im Grazer Westen“ arbeitet somit für eine gerechtere Gesellschaft. In diesem Sinne wünschen wir dem Projekt alles Gute."
    Landesrat Dr. Kurt Flecker

  • "Bildung ist der Schlüssel für die Tür zur Zukunft!"
    Stadträtin Tatjana Kaltenbeck-Michl

  • "Die neuen Autoritäten werden nicht die groben, kalten, alten von gestern sein, die vielleicht mit ihrer geliehenen Macht ihre Defizite kompensieren. Wahrscheinlich auch nicht die Kinder der New Economy, sondern einfach selbstbewusste Menschen mit weichen Technologien. Vor allem Kommunikationsgenies mit Talent für Soziales, für motivierende Wortbilder und Visionen. (Zit. nach Gansterer Helmut, aus: Erfolg 01/2001, Trend;)"
    AMS-Steiermark Landesgeschäftsführer Mag. Karl-Heinz Snobe

  • "St. Urban lässt die Trauben reifen, Bildung, Chancen soll man ergreifen."
    URBAN II-Programmleiter Arch. DI Hansjörg Luser

Besonders gefreut hat die InitiatorInnen des Pilotprojekts, dass einerseits viele VertreterInnen anderer Einrichtungen sowie einige BezirkspolitikerInnen mit gefeiert haben. Andererseits haben auch Menschen aus der Nachbarschaft den Anlass genützt, um das Projekt und ISOP kennen zu lernen.

Für die kleinen Gäste gab es im Anschluss ein Theater für Kinder und Erwachsene, das das Thema „Lernen“ künstlerisch ansprechend zum Ausdruck brachte.

Öffnungszeiten in der Eggenberger Allee 12:
Mo, Do und Fr von 8.00 bis 12.00 Uhr
Di von 8.00 bis 16.00 Uhr

Während der Öffnungszeiten wird Kinderbetreuung angeboten. Das Pilotprojekt läuft noch zwei Jahre. Mit den Frauen werden individuelle Lernziele erarbeitet. Die Kursdauer für die jeweilige Teilnehmerin ist daher abhängig von ihrem Lernziel und ihrer eigenen Lerngeschwindigkeit. Um die Zielgruppe zu erreichen, setzen wir auf die Einbindung von betroffenen Frauen, die den Kontakt zur Zielgruppe herstellen, die Kinderbetreuung übernehmen und auch Ansprechpartnerinnen für die Frauen sind.

Modellprojekt für bildungsferne Familien

Im Gebiet von Graz-West weisen rund 3.000 Menschen im erwerbsfähigen Alter massive Grundbildungsdefizite auf, d.h. ihnen fehlen ganz oder teilweise Fertigkeiten, die in der Gesellschaft als selbstverständlich vorausgesetzt werden.

In Zusammenarbeit mit dem AMS Steiermark, dem Land Steiermark (Sozial- und Wirtschaftsressort) und der Stadt Graz wurde von der ISOP GmbH ein Modellprojekt entwickelt, das sozial benachteiligten, deutschsprachigen Müttern alltagsrelevante Kenntnisse in Lesen, Schreiben, Rechnen sowie PC-Kenntnisse vermittelt. Während des Unterrichts wird Kinderbetreuung angeboten.

Open-Learning-Center

In den Räumlichkeiten findet neben Unterricht und Coaching auch die Kinderbetreuung statt. Das Open-Learning-Center soll zu einem anziehenden Treffpunkt für die Frauen werden. Die Zielgruppe ist schwer erreichbar, da sie aufgrund negativer Lernerfahrungen und geringen Selbstwertgefühls kaum Motivation für Qualifizierung und Weiterbildung aufweist. Die Frauen werden durch eine attraktive Lernumgebung zum selbständigen Lernen animiert. Dabei hat die Einbeziehung von Informationstechnologie, die heute schon als vierte Kulturtechnik bezeichnet wird, einen hohen Stellenwert.

Gezielte Mutter-Kind-Interaktionen sensibilisieren die Mütter für die altersspezifischen Bedürfnisse ihrer Kinder. Durch die Angebote von FAMILIEN LERNEN erwerben Mütter die Voraussetzung, sowohl ihre Kinder in ihrer Entwicklung besser zu unterstützen, als auch für sich selber eine neue berufliche Perspektive zu bekommen. Über die Häufigkeit der Teilnahme entscheiden die Frauen selbst.

Teilnehmerinnenbetreuung

Ein innovativer Aspekt besteht darin, dass Frauen mit einem ähnlichen sozialen Hintergrund und einem ähnlichen Bildungsniveau wie die Zielgruppe sowohl im Marketing als auch in der Teilnehmerinnenbetreuung im Open-Learning-Center eingesetzt werden. Die Mitarbeiterinnen zeichnen sich durch ihre sozialen Kompetenzen aus und können aufgrund der sozialen Nähe zur Zielgruppe besser Kontakte im Umfeld knüpfen. Ihre positive Grundhaltung zum Lernen hat Vorbildfunktion.

Weg in die Erwerbsarbeit

Acht Arbeit suchende Frauen, die selber aus der Zielgruppe stammen, erhalten im Projektzeitraum eine auf ein Jahr befristete Anstellung. Laufende Schulung und Praxisbegleitung der Mitarbeiterinnen sind wichtige Maßnahmen für qualitätsgesichertes Arbeiten. Teilnehmerinnen des Open-Learning-Centers werden durch Einzel- und Gruppencoaching beim Einstieg ins Arbeitsleben begleitet.

Nachhaltigkeit

Die strukturelle Verankerung von Bildungsdefiziten in Familien wird durch ein Schneeballsystem gemindert, indem die Mütter ihre positive Lernhaltung in die Familie hineintragen und an ihre Kinder weitergeben. Wenn die erwarteten Effekte eintreten, ist eine Anhebung des Bildungsniveaus im Pilotprojekt auch über die jetzt angesprochenen Generationen hinaus anzunehmen.

Eröffnung der neuen
Räumlichkeiten für "FLIeG" am 01. April 2004

Ansprechpartnerin:
Mag. Helena Mühlberger (Tel.: 0699/10437417)
ISOP (Innovative Sozialprojekte) GmbH
8020, Dreihackengasse 2
Tel: (0650) 88 245 80
mail:

 Folder FLIeG

 Plakat FLIeG

 Projektblatt FLIeG


Bildergalerie: Eröffnung

Presse-Echo:
Der Grazer, 08.04.2004

Links:
www.isop.at
www.ibap.at

Partner:
AMS